Selbst Fliesen bohren? Diese Tipps sollten Sie vorher kennen
Möchten Sie einen Spiegel im Badezimmer anbringen oder ein neues WC-Accessoire montieren? Dann werden Sie wahrscheinlich ein oder mehrere Löcher in Ihre geflieste Wand bohren müssen. Keine Sorge – auch als Heimwerker oder Heimwerkerin ist das mit etwas Vorbereitung gut machbar. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, worauf es ankommt.
Mit welchem Bohrer können Sie in Fliesen bohren?
Fliese ist nicht gleich Fliese – Material, Härtegrad und Dichte können stark variieren. Diese Faktoren bestimmen, welche Art Bohrer Sie benötigen und wie Sie am besten vorgehen. Ein sorgfältiger Start ist entscheidend, denn mit dem falschen Werkzeug riskieren Sie stumpfe Bohrer, beschädigte Fliesen oder unnötig viel Aufwand. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist das passende Werkzeug also unverzichtbar.
Keramische Fliesen
Diese Fliesenart ist besonders häufig in Badezimmern und WCs zu finden. Sie sind relativ hart, lassen sich aber mit einem hochwertigen Fliesenbohrer problemlos durchbohren – auch bei glasierten Varianten.
Feinsteinzeug-Fliesen
Diese Fliesen sind deutlich dichter und härter. Um diese Art von Material zu bearbeiten, benötigen Sie einen Diamantbohrer – herkömmliche Bohrer reichen hier nicht aus.
Natursteinfliesen (z. B. Marmor oder Schiefer)
Auch bei Natursteinfliesen empfiehlt sich der Einsatz eines Diamantbohrers. Zusätzlich ist eine Wasserkühlung wichtig, um beim Bohren eine Überhitzung zu vermeiden und die Fliesen zu schützen.
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Was Sie zum Bohren in Fliesen benötigen
Damit das Bohren in Fliesen sicher und sauber gelingt, sollten folgende Materialien und Werkzeuge bereitliegen:
- Passender Bohrer: Wählen Sie einen Bohrer, der zur Härte und Beschaffenheit Ihrer Fliesen passt
- Bohrer für den Untergrund: Bohren Sie durch Ihre Fliesen? Halten Sie dann auch einen Bohrer je nach Wandmaterial bereit, z. B. Beton oder Ziegel
- Malerband: verhindert ein Abrutschen auf glatten Oberflächen
- Wasser in einer Sprühflasche: sorgt für Kühlung des Bohrers
- Staubsauger: saugt den entstehenden Bohrstaub direkt ab
Wichtige Hinweise vor dem Start
Fugen vermeiden
Bohren Sie idealerweise in die Mitte einer Fliese – das minimiert das Risiko von Rissen. Auch wenn es verlockend erscheint: Fugen sind keine gute Bohrstelle, da sie weniger Halt bieten und benachbarte Fliesen beschädigt werden können.
Schlagfunktion ausschalten
Stellen Sie sicher, dass Sie ohne Schlagbohrfunktion arbeiten. Diese ist nur bei massiven Materialien wie Beton sinnvoll. Beim Fliesenbohren kann sie zu Rissen oder Brüchen führen.
Malerband verwenden
Bringen Sie ein Stück Malerband auf der gewünschten Bohrstelle an. Es erleichtert die Markierung mit dem Bleistift und sorgt für besseren Halt der Bohrerspitze – vor allem bei glatten, glänzenden Fliesen.
So bohren Sie richtig in Fliesen – Schritt für Schritt
Schritt 1: Bohrstelle markieren
Wählen Sie die genaue Stelle aus, an der Sie bohren möchten, und kleben Sie dort ein Stück Malerband auf. Zeichnen Sie die Bohrstelle mit einem Bleistift auf dem Band ein. Das Band gibt dem Bohrer zusätzlichen Halt und verhindert ein Abrutschen.
Schritt 2: Den passenden Bohrer wählen
Je nach Material der Fliese benötigen Sie entweder einen keramischen Bohrer oder einen Diamantbohrer. Je härter die Fliese, desto robuster sollte das Werkzeug sein. Außerdem sollten Sie einen Bohrer für das dahinterliegende Wandmaterial bereithalten – etwa für Stein oder Beton.
Schritt 3: Vorsichtig bohren
Die oberste Schicht der Fliese ist besonders empfindlich. Setzen Sie den Bohrer daher mit niedriger Drehzahl an, um die Fliese nicht zu beschädigen. Sobald die Glasur durchbohrt ist, können Sie die Geschwindigkeit langsam erhöhen.
Schritt 4: Kühlen und sauber arbeiten
Besprühen Sie den Bohrer regelmäßig mit Wasser, um Überhitzung zu vermeiden. Gleichzeitig hilft ein Staubsauger, entstehenden Bohrstaub sofort zu entfernen.
Schritt 5: Rechtzeitig stoppen
Sobald Sie durch die Fliese gebohrt haben, beenden Sie den Vorgang und wechseln Sie zu einem geeigneten Bohrer für das Wandmaterial dahinter.